Patientenorientierung

Mit der Digitalisierung wird der Patient mündig und entwickelt sich zu einem Gesundheitskonsumenten. Da die Bedürfnisse dieser Konsumenten durch das heutige Gesundheitswesen immer weniger gedeckt werden, steigen Skepsis und Verunsicherung gegenüber den klassischen Leistungserbringern.

Herausforderung: Der Patient von heute ist nicht entweder gesund oder krank, sondern sowohl als auch und befindet sich in einem Kontinuum zwischen diesen beiden Polen. Mit den heutigen und zukünftigen Informations- und personalisierten Gesundheitsangeboten, die Medizin eingeschlossen, einer zunehmenden aufklärenden Datenlage und den immer einfacheren Möglichkeiten zur Überwachung von Vitalparametern, verschwimmt die Grenze zwischen Krankheit und Gesundheit. Zugleich müssen sie teils lange auf Termine warten, erfahren Budgetbegrenzung bei Ärzten, können Therapiewirkungen nur schwer absehen und es fehlt ihnen an Transparenz. Somit sehen die Menschen ihre Bedürfnisse durch das bestehende Gesundheitswesen immer weniger erfüllt und es entstehen Skepsis und Verunsicherung gegenüber den heutigen Akteuren im Versorgungsprozess.

Ausblick: Die Zukunft blickt nicht mehr nur auf einen leidenden Patienten, dem etwas fehlt, sondern zeichnet immer mehr den souverän handelnden Menschen, der mit auf ihn zugeschnittenen Leistungsangeboten seine Gesundheit verbessern möchte und kann. So werden Patienten zu Gesundheitskonsumenten, die für sich das Bestmögliche in der Gesundheitsversorgung suchen. Der Patient und Gesundheitskonsument hat heute „Wachstumsbedürfnisse“ im Hinblick auf die Hoheit seiner eigenen Gesundheit, die nicht ausschließlich „digital“ gedeckt werden können. Leistungserbringer wie auch die Gesundheitsindustrie sehen sich mit „Misch“-Kunden, „Misch“-Leistungen sowie „Misch“-Finanzierungen konfrontiert.

Um ihren Erfolg sicherzustellen müssen diese Akteure bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Gesundheitsprodukten und -services die Bedürfniskomponenten der Patienten und Gesundheitskonsumenten einbeziehen. Zudem müssen sie stärker Cross-Innovationen, Vernetzungen und ungewöhnliche Kooperationen eingehen.

Die Healthcare Shapers verstehen aufgrund der Bandbreite ihres Netzwerks sowohl die medizinische und heilberufliche Seite wie auch die wirtschaftliche Notwendigkeit und helfen den Akteuren im Gesundheitswesen diesen Spagat zu meistern.

 

    Kontakt

    Eva Zweidorf durchschreitet seit 30 Jahren bei Krankenversicherungen, Versorgungseinrichtungen und Gesundheitsindustrie den Gesundheitsmarkt in unterschiedlichen Funktionen und hat sich damit einen umfänglichen Blick für den notwendigen Wandel erarbeitet. Sie ist Krankenkassenbetriebswirt, Gesundheitsökonomin, Innovationsmanagerin und Zukunftsagentin.

    Eva Zweidorf

    OBEN